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Über Alpakas

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In den letzten Jahren erfreuen sich Alpakas und Lamas in Deutschland immer größerer Beliebtheit.


Obwohl die kleinen Kamele schon seit über 20 Jahren in Deutschland gehalten werden dürfen, gibt es immer noch viele, teils kontrovers diskutierte Fragestellungen zu den Tieren.

Auf die häufigsten Themen möchte ich hier in aller Kürze und nicht mit dem Anspruch auf Vollständigkeit eingehen, die faszinierenden Tiere füllen ganze Bücher:

​Sind Alpakas und Lamas das gleiche Tier?

Alpakas und Lamas gehören zu der gleichen Tierfamilie, den Neuweltkameliden, und sind eng über ein bereits ausgestorbenes Ur-Lama verwandt.

Dennoch handelt es sich um zwei unterschiedliche Tierarten, die aus zwei verschiedenen Wildformen domestiziert wurden.

Alpakas und Lamas scheinen sich für den Laien zunächst ziemlich ähnlich zu sehen und beide Begriffe werden leider im Marketing synonym verwendet.

Doch schaut man genauer hin, gibt es deutliche Unterschiede im Erscheinungsbild und in der traditionellen südamerikanischen Nutzung:

 

Die Körpergröße:
Lamas sind etwa doppelt so groß wie Alpakas und überragen den Menschen mit ihrem Kopf.
Alpakas bleiben deutlich unter der Kopfhöhe eines erwachsenen Menschen.

Die Ohren:

Alpakas besitzen kleine speerförmige Ohren, Lamas große gebogene Ohren ("Bananenohren").

Die Ohren beider Arten können flauschig sein oder nicht, das ist bei jedem Tier anders und beruht auf Vererbung.

Die Kopfform:

Alpakas zeichnen sich durch runde Köpfe und kurze Nasen aus. Zusätzlich sind sie im Gesicht meist stark bewollt.

Lamas haben etwas herbere Gesichter die frei von Wolle sind, die Nasen sind wesentlich länger.

Die Wolle:

Alpakas besitzen ein ultrafeines Vlies, sie sehen in der vollen Wolle im Winter wie runde Flauschekugeln aus und fühlen sich auch genauso an.

Im Frühjahr werden Alpakas geschoren. So gewinnen wir die feine kostbare Faser.

Da die Wolle von Lamas nur eine untergeordnete Rolle spielt und sie nicht darauf gezüchtet sind, sehen sie im Erscheinungsbild oft etwas "zottelig" aus.

Das Spucken:

Für beide Tierarten ist das Spucken eine Form der Kommunikation. Die Tiere äußern so ihren Unmut und signalisieren, dass eine Grenzüberschreitung stattgefunden hat.

Alpakas nutzen diese Kommunikation nur unter Artgenossen.

Es sei denn, der Mensch ärgert sie extrem. Klassischerweise gehören Tierärzte und Scherer zu dem Personenkreis, der Alpakaspucke abbekommen kann.

Im Alltag spucken Alpakas den Menschen nicht absichtlich an, wenn man mit ihnen einen respektvollen Umgang pflegt und sie als Fohlen korrekt sozialisiert aufgewachsen sind.

Lamas hingegen spucken auch den Menschen an, wenn ihnen etwas nicht gefällt.

Das Wesen:

Alpakas und Lamas sind absolut friedliche, ruhige und entspannte Tiere.

Eile und Hektik kennen und tolerieren sie nicht.

Setzt man die sensiblen Tiere dauerhaft unter Stress, können sie schwere Krankheiten wie z.B. Magentumore bekommen.

Ruhe und Gelassenheit strahlen sie in jeder Sekunde aus und können diese Eigenschaften auf den Menschen übertragen.

Die Nutzung:

Alpakas werden in Südamerika vor allem wegen ihres feinen kostbaren Vlieses gezüchtet.

Lamas werden als Transporttiere verwendet, ähnlich wie unsere Esel. Ihre Wolle wird nicht für Kleidung genutzt, oft werden sie nicht einmal geschoren.

Ihr Fleisch ist in Südamerika sehr beliebt, Alpakas sind lebend aufgrund ihrer Wolle für die Menschen viel wertvoller als auf dem Teller.

Alpakas und Lamas sind in Südamerika so sehr mit den Menschen verwurzelt, dass sie in den Nationalflaggen und auf Geldscheinen aufgedruckt sind.

Sie gehören zum südamerikanischen Kulturgut und haben eine große Bedeutung für die Menschen.

Die Milch wird von den Menschen nicht genutzt, sie reicht gerade für die Aufzucht des Fohlens, eine Stute produziert keine Milch über den Bedarf des Nachwuchses hinaus. Verliert eine Mutter ihr Fohlen stellt sie sofort die Milchproduktion ein.

Nutzung in Deutschland:

Wir nutzen Alpakas und Lamas in Deutschland vor allem als Freizeit-, Wander-, Zucht- und Therapietier.

Auch wenn beide Tierarten als Nutztiere anerkannt und als Schlachttiere freigegeben sind, wird dies in Deutschland nur in Ausnahmefällen praktiziert.

Sind Alpakawanderungen Tierquälerei?

Bereits vor 6.000 Jahren gelang es den Inka, aus dem wilden Vikunja das Alpaka zu züchten und aus dem wilden Guanako das Lama.

Alpakas und Lamas gehören somit zu den ältesten Begleitern der Menschen und sind durch uns so sehr verändert und unseren Bedürfnissen angepasst worden, dass sie nicht mehr ohne den Menschen leben können.

Sie sind ein Haustier.

Und doch ganz anders als unsere heimischen Haustiere!
Alpakas erfüllen nicht das menschliche Bedürfnis nach distanzloser Nähe und obwohl sie flauschig aussehen lassen sie sich nicht jederzeit anfassen sondern nur dann, wenn sie es möchten und der Mensch sich ihnen gegenüber respektvoll und zurückhaltend zeigt.

Alpakas sind Fluchttiere mit einem individuellen Distanzverhalten.

Die Herdentiere halten auch untereinander einen Individualraum ein. Gegenseitige Körperpflege, Abschlecken oder Kuscheln gehört nicht zu ihrem Verhaltensspektrum.

Nutzt man Alpakas für Wanderungen, benötigen die Tiere eine artgerechte Ausbildung, um Berührungen und die Arbeit mit Menschen ohne Stress zu absolvieren. Sie lernen während dieser Ausbildung behutsam, dass Nähe und Berührung ein Menschending ist und sie keine Angst davor haben müssen.

Inwieweit Einzeltiere sich dann gerne streicheln lassen, hängt vom jeweiligen Charakter ab - und ob es sich im Falle einer Stute um ein trächtiges oder nicht trächtiges Tier handelt.

Wir wandern ausschließlich mit den Alpakajungs, niemals mit tragenden oder fohlenführenden Stuten.

Es gibt auch unter den Alpakas "Kuscheltiere", die Streicheleinheiten und menschliche Aufmerksamkeit einfordern.

Wir erleben und respektieren auf unseren Wanderungen jedes Alpaka in seiner Individualität.

So sind Alpakawanderungen für Mensch UND Tier ein großes Vernügen!


Gesundheitliches Plus der Wanderungen:

Hierzulande finden Alpakas viel mehr Nährstoffe und Eiweiß in der Grundnahrung vor als es in Südamerika jemals geben würde.

Entsprechend gut genährt sind die meisten Tiere.

Übergewicht führt aber mit der Zeit - wie beim Menschen - zu Gesundheitsproblemen, vor allem an den empfindlichen Gelenken.

Regelmäßige Bewegung beugt Erkrankungen vor.

 

Fit im Kopf:

Alpakas sind äußerst intelligente Tiere. Sie schneiden in Tests so hoch wie Delfine ab.

Sie lieben Beschäftigung und neue Herausforderungen jeglicher Art.

Alpakawanderungen sind die artgerechteste Form der Beschäftigung:

Immer gibt es auf den Wanderrouten etwas zu sehen und zu beobachten, immer wird mit den Wandergästen oder natürlichen Materialien auf dem Weg gespielt und alles Neue wird wissbegierig abgeschnuffelt.

Geforderte Alpakas sind grundsätzlich wacher und aufgeschlossener für ihre Umwelt als Artgenossen ohne Beschäftigung.

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Nahrungssuche:

Auf unseren Wanderungen dürfen sich die Alpakas immer auch selbstständig Snacks suchen.

Dies entspricht dem natürlichen Verhalten der Weidetiere, die in ihrer Heimat Südamerika weite Strecken von Grasplateu zu Grasplateu und über unendliche Steppen zurücklegen müssen, um ausreichend Nahrung zu finden.

Vorsicht vor unseriösen Anbietern!

Überall gibt es schwarze Schafe, auch unter den Anbietern von Alpakawanderungen.

Werden ungeeignete, kranke oder nicht ausgebildete Alpakas für Wanderungen genutzt, ist das in der Tat Tierquälerei.

Um Alpakawanderungen anbieten zu dürfen, müssen die Alpakabesitzer vor Beginn der gewerblichen Tätigkeit eine Ausbildung und eine gesonderte Prüfung lt. §11 Tierschutzgesetz durchlaufen haben!

Diese offiziell genehmigten Betriebe werden von dem zuständigen Veterinäramt streng kontrolliert.

Die gewerbliche Nutzung darf nur mit der kostenpflichtigen amtlichen Genehmigung erfolgen, ansonsten ist der Betrieb illegal und kann angezeigt werden.

Wenn Sie während einer Alpakawanderung das Gefühl haben, den Tieren geht es nicht gut, sie werden z.B. mit Stockschlägen oder durch das Antreiben eines Hundes (für das Alpaka wie ein Fressfeind) zum Laufen gezwungen, ihr Erscheinungsbild ist schlecht, sie sind unruhig und versuchen ständig zu flüchten, Sie sehen nicht, wo und wie die Tiere untergebracht sind, Sie wandern nur mit einem einzelnen Alpaka oder der Anbieter wirkt unstimmig und gibt Ihnen keine befriedigende Antwort auf Ihre Fragen, können Sie dies beim zuständigen Veterinäramt melden.

Das ist kein "Verrat" oder eine "Anschwärzung", das kann maßgeblich zum Tierwohl beitragen und Leid beenden!

​Ich hoffe, ich konnte Ihnen hier einen ersten Einblick in die wundervolle Welt der Alpakas geben und freue mich, wenn Sie uns hier in Heidelberg erleben möchten!

Impressum
 

Alpakafarm Hirtenaue
Melanie Weigl
Am Pferchelhang 40
69118 Heidelberg
Tel.: 06221-8958830
Mobil: 0151-46192805
mail@alpakafarm-hirtenaue.de


USt-IdNr.: DE 322344212

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